Zeit- und Lernplanung ist grundlegend für ein gutes Abitur in Hessen!

Liebe Blogleser aus Hessen,

das Kultusministerium meint es nicht so gut mit Ihnen. Sie schreiben Ihre Abiturprüfungen im März. Das ist vor den Osterferien. OK, Sie können an Ostern ausspannen….ABER, die „heiße Phase“ der Abitur-Vorbereitungszeit fällt mit den Zeitraum der letzten Klausuren und den Schulalltag!

Schulalltag und Abiturvorbereitung – wie geht das zusammen?

Nun, eine optimale Abiturvorbereitung kann nur funktionieren wenn Sie ihre Zeitplanung parallel auf Klausur- und Abiturvorbereitung getrimmt haben.

Das setzt langfristiges und permanentes Mitarbeiten voraus. Gleichzeitig aber auch ein gutes Gespür für den eigenen Wissensstand.

Zeit- und Lernplanung ist grundlegend für ein gutes Abitur in Hessen!

Momentan sind es noch gut 130 Tage bis zum Beginn des Abitur-Prüfungszeitraums 2015 in Hessen. Das ist viel! Momentan haben Sie auch noch Herbstferien. Jeder Tag kann wirklich genutzt werden!

Aber tun Sie dies?

Ist die Zeit am heimischen Schreibtisch wirklich effiziente Abiturvorbereitungszeit oder sitzen Sie nur da und fragen sich wie Sie das alles schaffen sollen?

Ihre Woche – Wo ist Platz zu lernen?

Zuerst sollten Sie sich klar werden über Ihren Wochenplan. Welche Termine müssen Sie erfüllen?

  • Schulunterricht
  • regelmäßige Freizeitaktivitäten wie z.B. Sportverein…
  • Fahrzeiten
  • Pausenzeiten

Wichtig ist bei den Eintragungen ehrlich zu sein! Beispielsweise haben Sie eine Freistunde am Vormittag. Wie nutzen Sie diese Zeit? Als wirkliche Pause? Als Lernphase? …

Berücksichtigen sie den Zeitbedarf für Fahrzeiten und auch den Zeitbedarf gemeinsam mit der Familie zu essen etc.

Alle noch verfügbaren Plätze in Ihrem Wochenplan können zum Lernen genutzt werden. Allerdings sollten einige Stunden ganz aktiv für Pausen eingeplant werden. Z.B. ist der Samstag ein guter Pausentag. Nach einer anstrengenden Woche können Sie sich ausschlafen. Vielleicht am Samstagmorgen Ihre Unterlagen sortieren und einen Überblick über die vergangene Woche gewinnen. 1 -2 Stunden am Sonntagnachmittag können dann als Lernzeit genutzt werden um effizient in die neue Schulwoche zu starten.

Wochenplan zeigt Ihr Zeitinventar.

Wo haben Sie Zeiten für Ihre Lernarbeit?

Der Wochenplan zeigt Ihr Zeitinventar. Rote Blöcke können permanent zum Lernen eingesetzt werden, grüne Blöcke sind zusätzlich verfügbare Zeiteinheiten, in der Endlernphase vor dem Abitur.

Was müssen Sie für Ihre Abiturprüfung parat haben?

Noch viel wichtiger als das Offenlegen Ihres „Zeitkontos“ durch den erstellten Wochenplan, ist herauszufinden was Sie in der Lernzeit tun sollen.

Das setzt voraus zu wissen, welche Bereiche des Lernstoffs Sie beherrschen müssen. Wissen Sie was Sie für die Abiturprüfung parat haben müssen?

Hier sind Vorlagen wie Ihre Schulbücher ganz nützlich. Die Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Schwerpunktthemen geben Ihnen einen schnellen Überblick was z.B. das Mathethema „Analysis“ beinhaltet, das PoWi-Thema „Friedens- und Sicherheitspolitik“ umfasst oder was Sie für das Biologiethema „Stoffwechselphysiologie“ wissen müssen. Aber aufgepasst: die Buchinhalte sind nicht immer 100% auf Ihre Bundeslandvorgaben zugeschnitten.

Sehr gut geeignet sind die Lehrpläne, welche über die Landesbildungsserver herunter geladen werden können. Gute Lehrkräfte haben Ihnen diesen Lehrplan ggf. zum Unterrichtsbeginn der 11. Klasse ausgeteilt.

Handreichungen sehr hilfreich

Hessen zeichnet sich durch diese Handreichungen aus. Diese für die Fächer Chemie, Biologie, Erdkunde, Mathe und Physik zusammengestellten Unterlagen beinhalten alle für die schriftliche Abiturprüfung vorgesehenen Lerninhalte. Die Handreichungen zeigen Ihnen alle abiturrelevanten Inhalte der Prüfungshalbejahre Q1, Q2 und Q3.

Handreichungen zum Download

Handreichungen für die Fächer Biologie, Chemie, Erdkunde, Mathe und Physik auf Seite des hessischen Kultusministerium.

Handreichungen Biologie

Ausschnitt aus Q1 aus den hessischen Handreichungen zu Biologie!

Aufbauend von den Handreichungen zum individuellen Lernplan!

Nun geht darum die Stellen zu finden in denen Sie nicht so fit sind. Welche Maßnahmen zum Schließen der Lücken können Sie treffen?

Ganz gut geeignet um Lücken aufzudecken ist der Lern- und Arbeitsplan, den Sie hier in der Abbildung sehen.

Nehmen Sie zum Einen den Lernplan zur Hand, zum Anderen die Handreichung (für alle anderen Fächer bitte die Lehrpläne für Q1 – Q3).

Nun gehen Sie Punkt für Punkt die Handreichungen durch und tragen die Unterrichtsthemen in die Spalte „Thema“ ein. Zum Beispiel beginnen Sie mit Q1 (Biologie) „Genetik“. Dieser ist mit „DNA und Regulation der Genaktivität“, „Voraussetzungen und Methoden der Gentechnik“, …. in verschiedene Bereiche unterteilt, welche weiter in Detailinformationen zu Thema gegliedert sind. Wenn Sie nun die verbindlichen Unterrichtsinhalte aus den Handreichungen in die Themenspalte Ihres Lernplans übertragen, dann erhalten Sie ganz automatisch eine klare Themenübersicht.

Nun kommt der schwierige Schritt: Was kann ich, was kann ich nicht?

Jetzt müssen Sie Ihr Wissen beurteilen! Vertrauen Sie sich selbst!

Gehen wir zurück zu den Handreichungen: Was wissen Sie zum Thema „Bau und Vermehrung von Bakterien“?

  • sehr gut 🙂
  • Gut informiert (nochmal „über“ die Seite im Buch gehen)
  • ich weiß das Thema einzuordnen, muss aber noch was tun!
  • kein Plan (komplett neu erlernen)

Vertrauen Sie Ihrer Einschätzung. Dies ist ein Lernprozess. Wenn Sie Aufgaben lösen, merken Sie sehr schnell wie gut oder schlecht Ihr Wissen zu diesem Thema verankert war.

Lernplan für Ihre Abiturprüfung!

Langfristiger Lernplan basierend auf den Vorgaben der Biologie Handreichungen.

Der kombinierte Prozess der „Wissensinventur“ und der „Wissensanwendung“ optimiert Ihren Lernplan Schritt für Schritt. Jede Erfahrung macht Ihre kommenden Einschätzungen präziser und verlässlicher.

So vertrauen Sie nicht nur Ihrem Plan sondern kennen ganz genau Ihr Wissensinventar!

Es braucht Zeit!

Die Erstellung der Lernpläne benötigt Zeit! Die eingesetzte Zeit ist wertvoll investiert! Sie gewinnen Schritt für Schritt einen Plan über Ihren Lernfortschritt. Sie bleiben motiviert, da Sie die Lerninhalte in kleine machbare Einheiten strukturiert haben und im Laufe der Lernrunden ein immer besseres Gefühl für Ihre Lernzeitinvestments erhalten.

Falls Sie Hilfe benötigen:

Am 22. November findet in Kelkheim/Taunus der Kurs „Lern- und Zeitmanagement in der Oberstufe“ statt. Hier lernen Sie Schritt für Schritt Ihren Schulalltag zu optimieren und die Prüfungsvorbereitung stressfrei zu gestalten.

Ihnen viel Erfolg!

Martina Henn-Sax

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