Ab dem Jahr 2019 können die Gymnasien in Nordrhein-Westfalen zum G9-System zurückkehren. Schulen sollen selbst entscheiden können, ob ihre Schüler das Abitur wieder in der 13. oder weiterhin in der 12. Klasse ablegen.

Diesen Beschluss fasste die schwarz-gelbe Landesregierung in der vergangenen Woche; der Landtag soll das entsprechende Gesetz noch vor den Sommerferien verabschieden. Damit folgt NRW einem deutschlandweiten Trend der Rückkehr zu G9.

Nach diesem Plan würden dann Schüler, die im Schuljahr 2019/20 mit dem Gymnasium beginnen, ihr Abitur wieder innerhalb von neun Jahren absolvieren können, daher der Name G9. Im Wesentlichen bedeutet dies die Verlängerung der Schulzeit um die 13. Klasse. Das heißt, dass die 11. Klasse wieder zur Einführungsphase wird und nur die Noten aus der 12. und 13. Klasse fürs Abitur zählen.

Alle Schüler, die bereits aufs Gymnasium gehen oder in diesem Jahr aufs Gymnasium wechseln, werden ihre  Gymnasialzeit weiterhin in acht Jahren beenden. Ab 2019/20 kann jede Schule wählen, welches Modell sie anbietet. Damit könnten Gymnasien vermehrt in Konkurrenz treten. Für das zusätzliche Schuljahr plant die Landesregierung, 2.200 Lehrer zusätzlich einzustellen. Durch den teilweise wegbrechenden Jahrgang wird es voraussichtlich im Jahr 2027 deutlich weniger Abiturienten als in den anderen Jahren geben.

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