Normalerweise kennt man das Szenario: „Straftäter hinterläßt DNA am Tatort, diese wird analysiert, mit DNA-Proben verdächtiger Personen abgeglichen….möglicherweise ergibt sich dadurch eine erfolgreiche Lösung des Falles….“

Nun wird das Spiel mit der DNA umgedreht!

Statt der DNA einer Person wird in dem aktuellen niederländischen Beispiel synthetische DNA verwendet. Nach Dienstschluß wird ein Gerät aktiviert, dass einen feinen Nebel aus synthetischer DNA versprüht, wenn immer Etwas oder Jemand in die Nähe dieses Geräts gelangt. Unter UV-Licht wird die synthetische DNA sichtbar! Wer mehr über die „Räuber-DNA-Gendarm-Methode“ erfahren möchte: hier der Link zur NY Times!

Wie kann DNA sichtbar gemacht werden?

Der DNA-Doppelstrang wird in der Regel mit Chemikalien angefärbt, die sich in die DNA „hineinesetzten“. Das berühmteste Beispiel hierfür ist Ethidiumbromid, ein roter Farbstoff, der sich zwischen die Basen setzt, somit interkaliert. Fällt nun UV-Licht auf die farbstoffmarkierte DNA, so wird die Energie des UV-Lichts genutzt, um die Elektronen über das aromatische System der Ringe im Ethidiumbromid, als auch der organischen Basen zu delokalisieren.
Andere Farbstoffe wie SYBRgreen und SYBRgold funktionieren nach dem gleichen Prinzip.
Methylenblau – der einzige Farbstoff welcher auch im Schulunterricht zur Anfärbung von DNA eingesetzt werden darf, reagiert mit der sauren DNA und färbt sie dabei blau bis violett. Methylenblau ist weniger gefährlich als die interkalierenden Farbstoffe, hat aber auch die geringste Nachweisgrenze…..
Mehr zum Thema DNA, DNA-Nachweise usw. gibt es in BioAbi-Lernkarten&Wissenstest!

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