Liebe Blogleser,
die meisten Bundesländer haben das Abitur bereits überstanden. NRW steht z.B. noch aus, hier finden die schriftlichen Prüfungen erst nach Ostern statt.

Was ist denn so drin in Milch?

Heute ein kleiner Ausflug in die Nahrungsbestandteile der Milch. Im deutschen Sprachraum ist Milch eigentlich gleich zu setzen mit Kuhmilch. Es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten an Milch heranzukommen:

Hiervon sind Soja- und Kokusmilch pflanzlich, alle anderen genannten tierischen Ursprungs.
Mich interessieren heute nur die Bestandteile der Kuhmilch.
Kuhmilch besteht aus vielen guten Bestandteilen wie z.B. Wasser, Protein, Kohlenhydrate und Fette. Zu den Hauptkohlenhydraten gehört die Laktose, zu den Proteinen das Casein. Neben diesen Bestandteilen finden sich ebenso Spurenelemente wie Calcium und Magnesium, Phosphat usw.

Laktose und Milcheiweiß werden ganz oft über einen Kamm geschert.

Zum Leidwesen aller Menschen, die das Eine oder das Andere aus der Kuhmilch nicht vertragen, werden Laktose und Milcheiweiß oft als identische Stoffe behandelt. Das sind sie bei Leibe nicht!

Laktose ist ein Zucker.

Milchzucker aus Glukose und Galaktose
Laktose

Um genau zu sein ein Disaccharid (Zweierzucker) aus Glukose (Traubenzucker) und Galaktose. Oft findet man auch die Bezeichnung Milchzucker für Laktose. Der Zucker Laktose muss im Körper abgebaut werden. Hierfür wird ein Enzym (die Lactose oder auch beta-Galaktosidase) eingesetzt. Ist nicht genug oder kein Enzym im Körper vorhanden, dann kann der Zucker nicht abgebaut werden und führt zu Darmproblemen. Passend dazu wird Milchzucker z.B. auch als bekömmliches Abführmittel eingesetzt.
So kann ein Laktose-intoleranter Patient relativ einfach dadurch behandelt werden, dass man das entsprechende Enzym Laktase verabreicht. So kann der Milchzucker gespalten werden, die Darmflora bleibt unbeschadet.

Milcheiweiß

Eiweisse sind aus Aminosäuren aufgebaut. Alles was in der Kuhmilch Protein ist, also aus Aminosäuren besteht zählt zum Milcheinweiß. In der Regel sind dies Caseine.
Gegen diese Proteine oder (wenn die Aminosäurekette < 100 Aminsäuren) Peptide können vom menschlichem Immunsystem Antikörper gebildet werden. So kommt es zu einer Immunreaktion gegen die auf Milch basierenden Nahrungsmittel. Auch dies ist eine Unverträglichkeit oder Intoleranz. Die Folge sind Bauchschmerzen, Darmprobleme, im Extremfall Krebs …
Das heißt aber auch ganz eindeutig, dass einer Person die eine Unverträglichkeit gegenüber Milcheiweiß hat mit laktosefreiem Joghurt nicht geholfen ist :-( Leider verwechseln das die meisten Leute immer noch – auch im Krankenhaus, wo dies eigentlich nicht vorkommen sollte!

Ist Milch tatsächlich so gesund?

Darüber kann man sich wohl trefflich streiten. Milch – Kuhmilch – ist Nahrung für das Kalb, so wie Muttermilch die Nahrung für das menschliche Baby darstellt. Trinken wir unser Leben lang Muttermilch? Nein! Warum trinken wir dann unser Leben lang die Milch, die eigentlich zur Aufzucht der Kälber gemacht ist?
Okay: Milch enthält eine gehörige Portion Calcium, darüber hinaus auch andere Spurenelemente. Milch enthält aber auch Wachstumshormone….vielleicht dann doch nicht so gesund für das weibliche Brustgewebe….
Ich befürchte über den Zusammenhang muss die Wissenschaft noch ein bisschen forschen!

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