Liebe Blogleser,
heute mal ein eher chemisches Thema, obwohl Essen ja eher biologisch ist!

Es geht um Acrylamid.

Acrylamid ist ein Stoff, der in vielen Lebensmittel zu finden ist. Acrylamid wird als potenziell krebserregend, wirkt erbgutverändernd, ist giftig und reizend sowie fortpflanzungsgefärdend eingestuft!
Bei meinem didacta-Besuch vergangenen Februar in Hannover, habe ich einen Flyer des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhalten, der über Acrylamid informiert. Jetzt erst – nach den Abiturvorbereitungskursen für NRW und Niedersachsen – komme ich zum Lesen…

Acrylamid – wo findet es sich?

Acrylamid findet sich vor Allem in stärke- bzw. getreidehaltigen Lebensmitteln. Dies sind z.B. Pommes frittes, Kartoffelchips und Brot. Ebenso Kaffee (ganz schlecht dies zu erfahren bei meinem Kaffeekonsum:-)) oder auch Zigarettenrauch.
Acrylamid entsteht beim Backen, Braten, Frittieren oder Rösten, immer dann wenn stärkehaltige Lebensmittel über 120 ºC erhitzt werden und kaum Wasser im Spiel ist (trockenes rösten…).

Anreicherung von Schadstoffen….je mehr desto mehr

Die Broschüre des BMELV zeigt den Anteil einzelner Lebensmittelgruppen an Gesamt-Acrylamidaufnahme eines Jugendlichen. So zeigt sich, dass v.A. junge Menschen Kekse, Kartoffelchips und Pommes zugetan sind! Hier stecken massive Acrylamidquellen, die Broschüre gibt 522 µg pro kg Kartoffelchips an, wohin gegen eine Tasse Kaffee nur 205 µg/kg aufweist. Das „gesunde“ Knäckebrot kommt auch nicht so gut weg: 362 µg Acrylamid pro kg.
Je mehr Acryamid aufgenommen wird, umso stärker reichert sich das Gift im Gewebe an, bzw. wird über die Blutbahn im Körper verteilt. Aus der Ökologie kennen Sie diese Schadstoffanreicherung von Giftstoffen!

Acrylamid und Chemieabitur

Wie wird Acrylamid erzeugt? Im Chemie-Leistungskurs (eA oder EOS…) müssen Sie so manche Namensreaktion kennen. Die Reaktion, die für die Erzeugung des Acrylamids steht ist die Maillard-Reaktion.
Mehr Chemie (v.a. für die Bundesländer Niedersachsen und NRW) finden Sie in den ChemieAbi-Lernskripten:

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