Wie versprochen heute nun endlich ein Blogartikel über einen der besuchten Workshops im Rahmen des in Göttingen stattfindenden Schulmedientages (26.09.2012).
Nach dem doch eher theoretischen Auftaktvortrag ging es in Workshopangebote. Da ich selbst mit tutor2go Lernsoftware für mobile Endgeräte entwickle und Schülerinnen und Schüler jedes Jahr im Rahmen der Abiturvorbereitungskurse trainiere, war für mich der Workshop von Ulf Blanke (Braunschweig, IGS Volkmarode) Anlaufpunkt Nummer 1:

Tablets in Schülerhand

„Tablets im Unterricht“ war der Titel des Workshops. Aus der Not heraus keinen Raum und kein Equipment für einen „Computerraum“ zur Verfügung zu haben, entschloss sich das Kollegium in Braunschweig für eine extrem mobile und gut zu transportierende Lösung: der Tablet-Computer, genau genommen das iPad wird an der IGS Volkmarode im Unterricht eingesetzt.
Mit 32 iPads besteht nun die Möglichkeit für alle Lehrerinnen und Lehrer der IGS das mobile Gerät im Unterricht einzusetzen. Erfahrungen im Umgang mit Notebooks und anderen digitalen Medien führten auch gleichzeitig zur Einführung eines „Ladekoffers“, so dass die mobilen Endgeräte immer wenn sie nicht im Einsatz sind, sicher verstaut werden können und gleichzeitig für den nächsten Gebrauch aufgeladen werden!

Was funktioniert gut?

Internetrecherchen, Ergebnisse präsentieren und kommunizieren. Auch die Dokumentation von Lernergebnissen ist perfekt mit den iPad zu erledigen. Gleichfalls bietet das technische Device einen großen Motivationsschub für die Jungs in der Klasse. Texte lesen ist auf dem iPad einfach „cooler“. Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen!
Zusammengefasst: Internet – Präsentation – Dokumentation – Motivation
Ein Gerät das alle anderen, wie z.B. Mikrophon, Kamera usw. ersetzt!

Was behindert den Unterricht?

Alles was Unruhe schafft oder viel Aufwand bereitet…
Auch hier ein positives Fazit: Mit dem Ladekoffer und nur mit bestimmten Apps beladene iPads sind sehr angenehme Unterrichtshelfer!
Das iPad ist intuitiv und einfach zu nutzen. Die Schüler benötigen keine Anleitung oder Einführung in die Technik. Auch die Lehrer der IGS Volkmarode (für die es keine spezielle Einführungveranstaltung zur Nutzung des iPad gab) kommen damit sehr gut zurecht.
„Keep it simple“ bringt die Schule einen Schritt vorwärts! Und nur einen motivierten Schüler mehr zu generieren wäre den Einsatz des iPads schon wert.

Wie reagieren die Besucher des Workshops?

Nun:
viele der Teilnehmer sind aufgeschlossen, entwickeln Ideen um die Tablets einzusetzen und sehen die Chancen, die diese mobile Lernunterstützung bringen kann. Diese werden v.A. positiv Beurteilt was die Motivation der Schülerinnen und Schüler angeht.
Für viele der Teilnehmer (wohl 2/3) muss die Schule aber eher ein Ort von Stift-Papier-Kreide und „normalem Lernen“ und „normalem Schreiben“ sein.
Aber was ist normal? Was passiert nach den offiziellen Schulstunden? Wikipedia und google haben den Gang zur Bibliothek schon lange ersetzt.
Was sind die Ansprüche an die Auszubildenden und Studierenden von morgen? Was benötigen wir tatsächlich von unserer Schulbildung? Was schreiben Sie noch mit dem Stift?? Sicherlich keine Masterarbeit, oder???

Mein Fazit:

Gerne stimme ich mit dem Workshopleiter Ulf Blanke überein:
„Die Schule ist kein Schutzraum, sondern muss sich den Lern- und Lebenswelten ihrer Schüler öffnen“.
Das sehe ich genauso!

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