Wer heute das Göttinger Tageblatt lesen sollte, der stößt auf Seite 28 auf einen Artikel von Nadja Podbregar. Frau Podbregar schreibt über die Schädlichkeit von Nanoteilchen.

Was sind Nanoteilchen?

Nanoteilchen sind kleinste Partikel, die eine „Größe“ von 100 Nanometern nicht überschreiten. Ein Nanometer (1 nm) entspricht 10-9 Meter.

Zu den Nanopartikeln zählen kohlenstoffhaltige Nanopartikel als auch Metall- oder Halbmetalloxide wie Siliciumoxid oder Titandioxid.

Letzteres wird besonders gerne in Sonnenschutzcreme eingesetzt. Nanopartikel tauchen ebenso in anderen Kosmetika und sogar im Salatdressig auf.

Für den Menschen sind Nanoteilchen wie z.B. Titandioxid völlig ungefährlich…

Was hat das mit der Biologie zu tun?

Nun: nicht immer ist ein Schadstoff gleich und offensichtlich erkennbar. So mag Titandioxid zwar für uns Menschen erstmal ungefährlich erscheinen. Ist es dies auch für andere Lebewesen?

Nahrungsnetze bestimmen auch unsere Versorgung bzw. wenn wir die Versorgerreihe umdrehen, dann kommt es zu Schadstoffanreicherungen, die sich über die unterschiedlichen Trophieebenen immer stärker anreichern.

Wasserflöhe als Zeigerorganismen

Im benannten Artikel beschreibt die Autorin eine Forschungsreihe der Universität Koblenz. Hier wurden Studien an Wasserflöhen durchgeführt.

Der Wasserfloh ist ein Zeigerorganismus und damit ein ökologischer Gradmesser. Geht es ihm gut, ist auch die Wasserqualität gut. Sie kennen die Kontrolle der Wasserqualität aus dem Saprobienindex!

Die Forscher der Uni Koblenz hatten Wasserflöhe in Wasser mit 0,02 bis 2 Milligramm pro Liter Titandioxid-Nanopartikeln gehalten. Diese sehr geringe Konzentrationen des Nanopartikels liegt um mehr als das 50-Fache unter dem, was laut vorherigen Studien für diese Tiere schädlich ist. Die „körperliche“ Auswirkung für die Wasserflöhe ist der Verlust der Schwimmfähigkeit bzw. die allgemeine Aktivität der Wasserflöhe.

Die Testreihe verlief ohne sichtbare Folge für die durch die Titandioxidkonzentration belasteten Organismen. Soweit so gut!

Jedoch bleibt ein Schadstoff länger in der Umwelt als ein Wasserflohleben lang ist.

Die Koblenzer Forscher untersuchten daher die Nachkommen der „schadstoffbelasteten“ ersten Generation. Diese Wasserflöhe waren nun sehr empfindlich gegenüber dem Nanopartikel Titandioxid.  So reagierte die F1 „belastet“ zwei bis fünf Mal sensibler als die Nachkommen unbelasteter Krebse. Die Auswirkungen konnten an einer deutlich herabgesetzten Schwimmfähigkeit beobachtet werden.

Warum kann dieser Artikel für Ihr Biologieabitur wichtig sein?

Nun: NRW hat sich in den letzten Jahren als äusserst aktuell in der Zusammenstellung seiner Abituraufgaben erwiesen! Ganz offensichtlich sitzt im Gremium der Abituraufgabenersteller eine oder mehrere hoch motivierte Personen. In den letzten beiden Jahren wurden jeweils Aufgaben gestellt, die auf Originalveröffentlichungen basierten, die im Abiturjahr veröffentlicht wurden. Das heisst: ein Aufgabenschreiber hat sich die Mühe gemacht und ganz aktuelle Forschungsergebnisse in eine Abituraufgabe verarbeitet!

Das ist eine tolle Leistung! Für Sie als Schüler heisst das: halten Sie die Augen offen, Interessieren Sie sich für die Tagesbiologie in den Nachrichten, Wissenschaftsmagazinen oder in Tageszeitungen auftaucht.

Ein gutes Beispiel hatten wir vor nicht allzu langer Zeit aus dem Bereich der Chemie. Anbei der Link zum Blogartikel von unserem Chemiedozenten Benjamin Herdtweck-Berk:

https://abiturlernen.wordpress.com/2012/10/20/wer-hatte-gedacht-dass-man-chemie-auch-fur-das-lesen-einer-zeitung-benotigt/

Unser Angebot zur Biologie-Abiturvorbereitung in NRW!

Ihr Vorteilskurs: BioAbi-Intensivkurs

Termin für den BioAbi-Intensivkurs ist das Wochenende vom 15. – 17. Februar 2013. In diesen drei Lerntagen werden Sie in einer kleinen Lerngruppe (maximal 9 Personen) den gesamten Lernstoff wiederholen und an original Abituraufgaben anwenden. Sie erhalten ein ausführliches Lernskript und arbeiten mit diesen Unterlagen im Kurs. Gerne können Sie eigene Unterlagen, Fragen, Klausuren etc. mit zum Kurs bringen.
In diesem BioAbi-Intensivkurs finden Sie individuelle Betreuung, Zeit Ihre Fragen zu stellen und Ihre Probleme in Sachen Biologie zu lösen.
Neben den Lern- und Übungseinheiten stehen Entspannungs- und Konzentrationsübungen für Ihre Prüfung auf dem Programm. Nach den drei Tagen gehen Sie mit dem kompletten abiturrelevanten Lernstoff und einem persönlichen Lernplan in die letzte Phase ihrer Abiturlernzeit.

Kurszeiten:
1. Kurstag ->  16:00 bis 22:00 Uhr
2. Kurstag ->  9:00 bis 17:00 Uhr, 18:00 bis 20:00 Uhr
3. Kurstag ->  9:00 bis 15:00 Uhr
Für dieses intensive Abiturtraining in dieser kleinen Gruppe investieren Sie 349 € (inklusive Verpflegung während des Seminars und den kompletten Seminarunterlagen (Lernskript/Abituraufgaben)). Buchen Sie die Teilnahme mit einem Freund, so erhalten Sie beide den “Freundepreis” zu 329 €/Person.

BioAbi-Rep….schnelle Hilfe in den Osterferien

Dies findet am 05. und 06. April 2013 (in den Osterferien) statt. Hier werden in zwei Tagen alle abiturrelevanten Lerninhalte im Stil eines Repetitoriums wiederholt. Anhand eines ausführlichen Lernskripts arbeiten Sie sich anhand der von Dr. Martina Henn-Sax geleiteten Vorlesung durch den Biologiestoff der Oberstufe.
Der Kurs kann ab 15 Teilnehmern stattfinden, es können maximal 30 Teilnehmer an diesem Repetitorium teilnehmen. Dieser Kurs bietet Ihnen eine effiziente und optimal strukturierte Wiederholung des Biologielernstoffs.

Kurszeiten:
Freitag:   9:00 bis 17:00 Uhr
Samstag: 9:00 bis 17:00 Uhr

Ihr Investment in das BioAbi-Repetitorium liegt bei 129 Euro (inklusive Lernskript). Buchen Sie die Teilnahme mit einem Freund, so erhalten Sie beide den “Freundepreis” zu 99 €/Person.

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