Liebe Blogleser,
der Biologe ist ein Naturwissenschaftler, der sich auf die „Lehre des Lebens“ spezialisiert hat.

Wo arbeiten Biologen?

Um die 60% der Biologen arbeiten an Schulen, Hochschulen oder in der Forschung. Er befasst sich mit Erforschung von Leben – Strukturen und Vorgängen bei Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Anwendung finden Forschungsergebnisse in Natur- und Umweltschutz, Zoo, Lehre, Pharmazie und Medizin.

Merke:
griech. bios = Leben + griech. logos = Lehre >
Biologie = „Lehre vom Leben“

Das klassisch gesellschaftliche Bild eines Biologens ist der Naturwissenschaflter mit Kittel und Schutzhandschuhen im Labor. Allerdings stellt die Tätigkeit im Labor, nur eine Facette von hunderten dieses Berufes dar. Um sich zum Biologen zu qualifizieren, durchläuft man in Deutschland ein Hochschulstudium.

Akademische Ausbildung des Biologen

Die akademische Ausbildung ist zumeist in zwei große Abschnitte gegliedert: Bachelorstudiengang und Masterstudiengang.
Bachelorstudiengang: Der 6-semestrige Bachelorstudiengang umfasst 180 Leistungspunkte und bietet neben der naturwissenschaftlichen Grundausbildung (Physik, Chemie, Allgemeine Biologie) die direkte Schwerpunktsausrichtung in die Biowissenschaften. Neben biowissenschaftlichen Grundlagenfächern (Zoologie, Botanik, Physiologie, Mikrobiologie usw.), die zunächst ein breites, fundiertes Wissen schaffen sollen, kann in den Semestern 5 und 6 zumeist ein persönlicher biologischer Schwerpunkt gelegt werden. Das Studium wird mit der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit, der Bachelorarbeit, beendet. Mit dem Studienabschluss bekommt man den akademischen Grad „Bachelor of Science“ verliehen.
Masterstudiengang:  Der 2- bis 4-semestrige Masterstudiengang umfasst 120 Leistungspunkte und baut auf dem Bachelorstudiengang auf. Durch das zweigliedrige System ist nun die Option der biowissenschaftlichen Spezialisierung oder aber der Neuausrichtung gegeben; dementsprechend unterscheidet man zwischen konsekutiven oder nichtkonsekutiven Masterstudiengängen. Das Studium wird mit der Anfertigung einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit mit einem größeren Teil an Selbstständigkeit, der Masterthesis, beendet. Mit dem Studienabschluss wird in der Regel der akademische Grad „Master of Science“ verliehen.

  • Konsekutive Masterstudiengänge: Ein konsekutiver Masterstudiengang baut auf dem Bachelorabschluss mit einer Spezialisierung auf, z.B. in der Neurobiologie, der Genetik oder der Zoologie.
  • Nichtkonsekutive Masterstudiengänge: Nichtkonsektutive Masterstudiengänge bieten oft die Möglichkeit, eine ganz neue Richtung einzuschlagen. Sie bauen nur teilweise oder gar nicht auf dem Bachelor auf. Diese Option ist gewünscht und gefördert, um so Fachkräfte in den Zwischenbereichen ausbilden zu können. Der Beruf des Naturwissenschaftsjournalisten ist das klassische Bespiel aus einem Biologie-Bachelor und einem Journalistik-Master.

Je nachdem, welcher Masterstudiengang ergriffen wurde,
ergeben sich nun vielseitige Berufsfelder für den frischgebackenen Biologen.
Anschließend ist man zur Promotion befähigt, d.h. zur Erlangung eines Doktorgrades. Die Verleihung eines Doktorgrades (klassisch in den Naturwissenschaften: Dr. rer. nat. für Lateinisch: doctor rerum naturalium) der auf der Durchführung einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit basiert.

Berufsfelder des Biologen

  • Klassisches biologisches Arbeitsfeld: Naturschutz, Umweltschutz, Biologische Stationen, Zoos, Botanische Gärten
  • Universität – Lehre & Forschung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Fachbereiche: Naturwissenschaften, Medizin), Dozent, Hochschullehrer, Professur
  • Öffentlicher Dienst: Veterinäramt, Natur- und Umweltschutz, Sicherheit und Ordnung
  • Bundesanstalten: Bundesinstitut für Risikoforschung, Robert-Koch Institut, Paul-Ehrlich-Institut (Impfstoffforschung)
  • Schulwesen: Lehrer an weiterführenden Schulen, Berufsschulen, Akademien
  • Industrie: Pharma-, Lebensmittelindustrie, Biotechnologie, Chemie
  • Gesundheitswesen
  • Journalismus – Redaktion: Naturwissenschaftsjournalismus, Lektorat

Interessante Literatur dazu:

VBIO – Perspektiven für Biowissenschaftler
Tilman Achtstetter (2009): Biologen in der Industrie
Carsten Roller (2013): Studienführer – Biologie
Barbara Hoffbauer (2011): Berufsziel Life Sciences

weitere Linktipps:

Bundesagentur für Arbeit
Bundesinsitut für Risikobewertung
 
 
 

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