Abitur-Lernen mit allen Sinnen

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass Fachinhalte umso besser im Gedächtnis verankert bleiben, wenn diese mit möglichst vielen Sinnen verbunden werden. Heute, liebe Blogleserinnen und Leser ein kleines Experiment in Sachen Neurobiologie:

Experiment: Schmecken mit der Nase?

Materialien:

Durchführung:

Nehmen Sie sich ein Stückchen dunkle Schokolade und legen Sie sich dieses auf die Zunge. Lassen Sie dieses schmelzen und anschließend langsam den Gaumen hinabgleiten. Wiederholen Sie dies, allerdings mit einer Wäscheklammer auf der Nase.
Beobachtung:
Spüren Sie einen Unterschied?
Auswertung:

Die zentrale Frage drückt sich anschließend jedem naturwissenschaftlich begeisterten Menschen auf – Wieso ist da ein Unterschied?

Sinnesphysiologie angewandt

Die Antwort auf diese Frage liegt in der Sinnesphysiologie.  Der Mensch kann mit der Zunge 5 verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Die Zunge besitzt sogenannte Geschmacksknospen, die mit speziellen Sinneszellen bestückt sind. Jede Wahrnehmung basiert auf einer komplexen zellulären Kaskade, die durch Rezeptoren in der Zellmembran dieser Sinneszellen vermittelt und über sensorischen Nerven an das Gehirn weitergegeben werden. Kleine chemische Moleküle lassen uns die Süße oder auch das Herbe der Schokolade wahrnehmen.

Selbstversuch: Streichen sie sich mit dem Finger über die Zunge, spüren Sie die Unregelmäßigkeiten? – Diese werden als Papillen bezeichnet und in zwei Gruppen unterteilt – mechanische und Geschmackspapillen. Die Geschmackpapillen beherbergen die Geschmacksknospen.
Atmen wir nun beim Verspeisen der Schokolade, so diffundieren leichte Moleküle über den Rachen in die Nase (Kakaogeruch?). Die Nase besitzt ein Riechepithel mit Sinneszellen. Dort liegen nun ebenfalls spezielle Rezeptoren umhüllt von Nasenschleim (Mucus) vor. Die Moleküle werden im Mucus gelöst und von den Zellen erkannt. Diese Detektion wird anschließend als Signal an das Gehirn weitergeleitet.
In der zentralen Schaltstation im Gehirn werden nun die Sinneseindrücke miteinander verarbeitet und ergeben für uns ein Bild. Fehlt ein Teil dieses Bildes (Wäscheklammer-Experiment), nehmen wir die Schokolade nicht in der Intensivität wahr, wie wir es gewohnt sind – Das Bild wirkt verzerrt.  Ähnliches passiert auch, wenn die Nase aufgrund einer Krankheit verstopft ist.
Sollten Sie den Geschmack und/oder den Duft der Schokolade auch noch mit einem besonderen emotionalen Erlebnis verbinden, dann schaltet sich auch das limbische System.
Durch die enge Beziehung der Sinnesorgange untereinander und der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gehirnarealen, sind wir fähig unsere Umwelt auf verschiedene Weisen gleichzeitig wahrzunehmen. So intensivieren wir unsere Reaktionsfähigkeit und erhalten einen evolutionären Vorteil….

Neurobiologie als Abiturthema!

Neurobiologie ist in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und NRW prüfungsrelevant. Baden-Württemberg und Hessen legen seit einigen Jahren vermehrte Aufmerksamkeit auf das Experimentieren! Dafür bietet der Blog eine gute Anleitung.
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