Liebe Blogleser!
Wie geht das? Im mündlichen die maximal mögliche Punktzahl rausholen?

Nervös beim Wort „mündlich“?

Das Wort “mündliche Abiturprüfung” oder „mündliches Abi“ macht viele Schülerinnen und Schüler nervös. So haben sie jahrelang im Unterricht mitgearbeitet aber die Präsentation ihres Wissens im Rahmen einer mündlichen Prüfung ist den meisten Schülerinnen und Schülern fremd oder zumindest unangenehm.
Es geht um einiges! Die mündliche Abiturprüfung trägt deutlich zu Ihrem Abiturschnitt bei! Leider trägt die mündliche Prüfung auch deutlich zum Abiturstress bei. Das muss nicht sein!

Prüfungsnervosität in den Griff bekommen

Der Prüfungsangst oder –nervosität lässt sich sehr gut mit einer gezielten Prüfungsvorbereitung in den Griff bekommen. Eine gute Vorbereitung ist dabei der Schlüssel zum Erfolg!
Auf den folgenden Seiten habe ich ein kleines Programm zusammen gestellt mit dessen Hilfe Sie sicher und ruhig in Ihre mündliche Abiturprüfung gehen können.

Gut vorbereitet sein!

Die mündliche Prüfung unterliegt nicht den zentralen Aufgabenstellungen wie diese in der schriftlichen Abiturprüfung eingesetzt werden. Ihr Prüfer bzw. Fachlehrer kann Themenbereiche ausklammern oder explizit festlegen. So ist der Lernaufwand (was das reine Fachwissen angeht) für die mündliche Abiturprüfung in der Regel überschaubar.
Wichtig: suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Prüfer. Legen Sie die Prüfungsinhalte frühzeitig fest. Informieren Sie sich bei anderen Schülern, die ggf. eine mündliche Prüfung bei diesem Lehrer abgelegt hatten.

Prüfungsablauf

Wie wird ihre mündliche Abiturprüfung ablaufen? Informieren Sie sich!
Je nach Bundesland variieren die Vorschriften leicht. In den EPA (einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Abitur) finden Sie die genauen Vorgaben. Auf den Webseiten der Kultusministerien der Bundesländer die speziellen Vorgaben für Ihr jeweiliges Bundesland.

Ruhig bleiben! Wie gehen Sie mit der Aufregung um?

Auch hier ist „vorbereitet sein“ die Grundlage einer guten Prüfung. Versetzen Sie sich in die mündliche Prüfungssituation.

  • Wie fühlen Sie sich?
  • Beginnt das Herz zu rasen?

Wenn ja, wie können Sie sich wieder beruhigen. Dies gerade ist nicht real sondern nur Ihre Vorstellung einer Prüfung!
Bricht die Panik aus ist es hilfreich in den Tagen und Wochen vor der Prüfung sich immer wieder diesen Satz einzuprägen: „Alles was ich für diese Prüfung gelernt habe kann ich in jeder Situation locker und leicht aus meinem Gedächtnis abrufen“. Das beruhigt und motiviert gleichzeitig zu lernen.

Wie können Sie die 30 Minuten Vorbereitungszeit optimal nutzen?

Sie haben 30 Minuten Zeit Ihre Aufgaben für die Präsentationsprüfung zu bearbeiten. Haben Sie dabei immer im Hinterkopf:
Sie müssen Ihre Ergebnisse vorstellen! Die Prüfer müssen – ohne den Aufgabentext gelesen zu haben – Ihnen und Ihren Ausführungen folgen können.

Aufgabenstellung – Problem und Hilfe in einem!

Lesen Sie die Fragestellung Ihrer Abituraufgabe genau durch. Formulieren Sie diese nochmals in Ihren eigenen Worten. Das hilft Zugang zum Text zu finden und verhindert das „Überlesen“ von Inhalten und Informationen.

  • Welche Operatoren tauchen in der Aufgabenstellung auf?
  • Was müssen Sie beachten?

Machen Sie sich Ihre Prüfungsunterlagen „zu eigen“. Unterstreichen Sie wichtige Begriffe, markieren Sie wichtige Stellen, schreiben Sie Gedanken als Randnotizen nieder, nummerieren Sie Inhalte um diese strukturiert zu präsentieren….

Sie präsentieren mündlich! Formulieren Sie in Ihren Worten anhand einer Stichwortliste!

Um Ergebnisse in einer mündlichen Prüfung vorzustellen bietet sich eine Stichwortliste oder auch ein Ablaufschema an. So sind die wichtigsten Eckpunkte Ihres Vortrags sicher auf Ihrem Notizblatt  verzeichnet, Sie können aber frei formulieren! Die Schreibsprache ist von unserer Sprechsprach zu unterscheiden. Schnell klingt ein vorgelesener Text „gestelzt“ oder unwirklich. Formulieren Sie spontan anhand der Stichwörter!

Übung1: Sie erhalten drei Karteikarten mit Begriffen aus einem Themenbereich. Nun geht es darum aus diesen drei Stichworten einen kurze, sinnvolle Rede von 2 Minuten zu halten. Sie haben eine Minute Vorbereitungszeit. Formulierungen aufzuschreiben ist nicht erlaubt! LOS GEHT ES!
Übung 2: nehmen Sie Aufgabenteile alter Abituraufgaben als Übungsaufgaben her. Welche Fragen werden gestellt? Präsentieren Sie Ihre Antwort in einen kurzen, mündlich vorgetragenen Vortrag (Freunde, Geschwister und Eltern sind geduldige Zuhörer)!
Machen Sie es sich zur Aufgabe Schlüsselbegriffe bzw. Fachbegriffen aus den jeweiligen Themengebieten einzusetzen. Gerne können Sie diese aus den gegebenen Materialien übernehmen oder als Stichworte auf Ihrem Notizblatt aufnehmen.

UND: die Zeit läuft! Achten Sie darauf, die Gliederung Ihrer Präsentation in ca. 15 Minuten komplett zu haben!

Kleider machen Leute!

Es ist Ihre Abiturprüfung! 12 oder 13 Jahre haben Sie sich auf diesen Moment vorbereitet! Würdigen Sie das in Ihrer Kleidung. Die sollte die Besonderheit des Tages ausstrahlen aber auch nicht zu mondän sein. Sie sollten sich auf jeden Fall in den Kleidern wohlfühlen, nur dann strahlen Sie das ruhige sachliche Image eines gut vorbereiteten  Prüflings aus.
Genauso Ihr Auftreten: sicher, sachlich, freundlich, natürlich (und immer sich selbst bleiben!)

Jetzt kommt es darauf an: alles gut rüber bringen in der Prüfung!

Ihr Vortrag:

Ihre Präsentation ist Auftakt Ihrer mündlichen Prüfung!

  • Doch zuvor: Begrüßen Sie ihren Lehrer, und den Beisitzer/Schriftführer. Das ist ein Zeichen guten Umgangs und so sind die ersten vorsichtigen Worte nicht im Vortrag sondern bei der Begrüßung und die Nervosität kann schon ein bisschen weniger werden.

Wie präsentieren Sie?

Nutzen Sie die Tafel?

  • Stichworte als Gliederung an der Tafel geben den Zuhörern eine Hilfe Ihrem Vortrag zu folgen.
  • Gehen Sie immer wieder auf die Stichpunkte ein…

Stehen oder sitzen Sie?

  • Stehen gibt Ihnen mehr Dynamik. Sie stehen damit auch „über“ den sitzenden Prüfern. Das ist eine gute Position und schon durch diese Anordnung fühlen Sie sich nicht unterlegen….

Ihre Wort- und Körpersprache?

  • Reden Sie in Ihren Formulierungen, Ihrer Sprache. Vergessen Sie nicht Fachbegriffe zu verwenden! Vermeiden Sie ÄHMMS und zu viele Wiederholungen. Wörter wie „egal“, „einfach so“, „irgendwie“, „na, ja“, „nicht so wichtig“, ….sind nicht so optimal! Das gibt Ihren Prüfern den Eindruck es interessiert Sie nicht wirklich.

Trainieren Sie die freie Rede VOR dem Prüfungstermin!

Gleiches gilt für Ihre Sprechmelodie und Sprechtempo. Nicht zu schnell, aber auch nicht monoton oder super langsam.
Sind Sie motiviert? Lächeln Sie? Das hört man in Ihrer Stimme! Also guten Mutes in die Prüfung rein, dann hört sich ihre Stimme auch nach „gutem Mut“ an.
Verschanzen Sie sich nicht hinter einem Pult, dem Overhead-Projektor oder was sonst noch als Schutz dienen mag. Stellen Sie sich gut sichtbar vor Ihre Prüfer. Sie haben nichts zu verbergen. Verdecken Sie nicht Ihr Tafelbild oder andere zur Präsentation eingesetzte Materialien!
Ihre Körpersprache sollte offen sein. Bitte keine verschränkten Arme oder abweisende Mimik/Gestik. Halten Sie Blickkontakt zu den Prüfern. Sprechen Sie zu allen Beteiligten also auch dem Schriftführer etc.
Vortrag beginnen

  • Einleitende Sätze sind gut. Starten Sie mit „Inhalt dieser gestellten Aufgabe ist….“ oder „Im Aufgabentext wird xy behandelt….“. Dann beantworten Sie eine Frage nach der Anderen im Rahmen Ihrer Präsentation Gerne können Sie dabei den Notizzettel in der Hand alten oder auch das Aufgabenblatt. Formulierungen wie „wie Sie in Material 2 sehen können“ beziehen die Prüfer mit in Ihren Vortrag ein….

Vortrag beenden

  • Bitte nicht „also das war es eigentlich“,  oder „hmm, ich bin jetzt durch“ sondern: „Ich möchte damit meine Ausführungen beschließen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“ oder „Ich möchte damit meinen Vortrag beenden und freue mich auf Ihre Fragen!“. Dabei die Prüfer freundlich und offen ansehen…das sind Plus-Punkte!

Das auf den Vortrag folgende Prüfungsgespräch:

Nun beginnen die Prüfer Fragen zu stellen. Dieser offene Prüfungsteil, oder das Prüfungsgespräch können Sie durchaus mitbeeinflussen. Versuchen, das Gespräch durch Rückfragen oder durch Antworten zu steuern, die ein neues Ihnen sehr gut bekanntes Thema anschneiden. Wann Sie eine Frage nicht verstanden haben, dann sagen sie dies dem Prüfer. Z.B. könnten Sie mit Rückfragen wie „Jetzt benötige ich einen Hinweis.“ Oder „Können Sie die Frage bitte noch einmal anders formulieren?“…. „Welchen Aspekt meinen Sie?“ etc. beeinflussen. Hören Sie den Prüfern gut zu. Oft erzählen Sie mehr als nur direkt die Frage zu stellen. Meist versteckt sich darin auch schon ein Lösungsansatz.

Und GANZ WICHTIG: Ihre Prüfer sind in der Regel sehr gutwillige Menschen und möchten Ihnen nicht irgendwelche Fallen stellen!

Bedanken Sie sich bei den Prüfern für die angenehme Prüfungsatmosphäre (wenn es so war!) und verabschieden Sie sich.

Nach der Prüfung

Warten – warten – warten!
Das ist nicht einfach! Je nach Schule und Bundesland erhalten Sie ihre Note direkt, anderswo müssen Sie warten bis alle Prüflinge die Prüfungen abgeschlossen haben….aber sobald Sie Ihre Note wissen:
Feiern Sie! Genießen Sie Ihren Erfolg!!! Erzählen Sie anderen Schülern weiter dass Ihnen dieser abiturlernen-Artikel bei Ihrem guten Ergebnis geholfen hat!

Gerne beraten wir Sie in Ihrer Prüfungssitutation bzw. bieten eintägige Intensivtraining für die mündliche Prüfung an!

Wir unterstützen Ihre Vorbereitung gerne! So haben wir eine Eintagestraining genau auf die Anforderungen einer mündlichen Abiturprüfung abgestimmt. Wir bieten diese Kurse (4 bis max. 6 Teilnehmer!) für die Fächer Chemie, Biologie, Politik und Wirtschaft sowie Mathematik an.

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