Liebe Blogleser,
so ein „rotes Kasten“-System oder ein Wissensbüchlein muss kontinuierlich geführt werden. Nun ist dies eine Gewohnheit, die man sich aneignen muss. Eine Klausur mit diesem kleinen Büchlein gefüllt mit „roten Kästen“ (à also Ihrem ganz individuellen Fachwissen) gemeistert, bringt aber schnell die Einsicht, dass dies eine sehr zeitsparende Methode ist.

Dranbleiben! Aber wie?

Dranbleiben ist die Devise. Aber wie? Der Alltag überrollt schnell die guten Vorsätze. Das kennt man nur zu gut z.B. von Diätplänen oder Mitgliedschaften im Fitnessstudio. Der Wille ist da, aber im Kühlschrank steht noch das leckere Stück Pizza….Upps schon aufgegessen.
So geht das auch mit dem „roten Kasten“. Der Tag ist um und im Sammelheft ist nichts notiert. Das war ja noch sooo viel anderes zu tun. Eiliges überholt dort meist Wichtiges. Anstatt sich auf das langfristige Ziel („meine Abiturnote“) zu konzentrieren stehen die Dinge an, die momentan so wichtig scheinen. Daher ist es gut, eine leichte und schnell umsetzbare Strategie zur Verfügung zu haben, die Ihnen eine Strukturieren und Sammeln aller neuen Lerninhalte ermöglicht.
Ein guter Einstieg ist folgende Methode:

Das „Minute-Paper“

Hierbei geht es darum kurz und bündig zusammenzufassen was in der vergangenen Unterrichtseinheit vermittelt wurde:

  1. Was habe ich in der eben vergangenen Unterrichtsstunde gelernt?
  2. Was und wie haben wir (das) gemacht?
  3. Was war das Ergebnis dieser Unterrichtsstunde?
  4. Was habe ich für MICH gelernt?!
  5. Welche Fragen sind offen geblieben?

Dies ist eine einfache Übung und wirklich in weniger als 5 Minuten erledigt. Wichtig ist: die Inhalte der Unterrichtsstunde werden hier nochmals neu bewertet. Dies geschieht aus Sicht des Lernenden, also ganz individuell! Wo passt das neue Wissensstück dazu? Wie kann ich die neue Information mit meinem persönlichen Wissen verknüpfen? Habe ich etwas nicht verstanden?
All dies klärt sich binnen weniger Minuten. Ist ein Problem aufgetreten kann dies direkt in der kommenden Unterrichtsstunde oder bereits vor dieser Stunde mit Mitschülern und Lehrer geklärt werden.
Auch für den Lehrer ist das ein tolles Feedback! Sollte auf Frage 2 eine „Nichts“ folgen oder ein „keine Ahnung“, dann ist die Stunde wohl an den Lernenden vorbei unterrichtet worden.
Setzen Sie das Minute-Paper direkt um. Das Schuljahr ist noch jung, also die beste Zeit eine neue Methode auszuprobieren. Auf Ihre Ergebnisse nach der ersten Klausur bin ich gespannt.
Mit besten Grüßen
Martina Henn-Sax

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.