Liebe Blogleser,

immer wieder stellen wir im Rahmen unserer Blogartikel auch die für abiturlernen.de tätigen Fachdozenten vor. Heute geht es um das neu in den Fächerkanon aufgenommene Abiturfach Physik!
Johannes Füllgrabe unterrichtet schon seit einigen Jahren das Abiturfach Chemie in den dreitägigen abiturlernen-Intensivkursen. Sein Fachstudium hat Johannes nicht nur für Chemie (Lehramt) sondern ebenfalls für Physik absolviert. Neben seiner Tätigkeit bei abiturlernen.de ist Johannes als Dozent an der Universität Göttingen tätig und bereitet so manchen zukünftigen Mediziner und Zahnmediziner auf die Physikumsprüfungen in Chemie und Physik vor. (-> link auf Dozentenseite…)
Im Abiturjahr 2016 bietet abiturlernen.de zum ersten Mal für das Bundesland Niedersachsen einen PhysikAbi-Intensivkurs an. Johannes Füllgrabe wird als erfahrener Dozent in den Osterferien 2016 eine Gruppe von maximal 4 Teilnehmern unterrichten.
Wir haben ihm heute ein paar Fragen zum Abiturfach Physik und seiner Beziehung zu diesem Fach gestellt….

Warum ist Physik ein spannendes Unterrichtsfach für Dich? Warum hast Du dieses Fach für Dein Studium ausgewählt?

Johannes Füllgrabe: Schon als Kind wollte ich wissen wie Dinge funktionieren. Ich hab so manches Teil auseinandergebaut um zu sehen welche Komponenten sich darin verstecken und deren Zusammenwirken als Ganzes zu verstehen. Natürlich wollte ich die Gegenstände auch wieder reparieren :-).
Ein zweiter ganz wichtiger Punkt war der Traum, den viele Jungen haben: ich wollte ganz klassisch als Astronaut in den Weltraum. Ich bin mit den amerikanischen Space-Shuttle-Missionen groß geworden, Star Wars und Star Trek trugen die Idee bei das Universum und nicht nur den Mond zu erkunden.
Das geht nicht ohne Physik. Eine Rakete zu starten, sie in Erdumlauf zu bringen….das geht nicht ohne genaue Berechnungen, nicht ohne Energie…

Wenn Du Dir die Abiturthemen in Niedersachsen ansiehst…was ist Dein persönlicher Unterrichtsfavorit im Abiturfach Physik?

Johannes Füllgrabe: Nun, in Niedersachsen sind dieses Jahr die Themenschwerpunkte

  • Atomhülle
  • Atomkern
  • Elektrik
  • Quantenobjekte
  • Schwingungen und Wellen

relevant. Die sind alle recht spannend und man kann zu jedem Themenschwerpunkt tolle Lerninhalte parat stellen. Mein persönlicher Favorit ist allerdings die Elektrizität. Vielleicht auch wegen Nikola Tesla (Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Nikola_Tesla). Den bewundere ich und der war auch eines meiner „Physikidole“ lange vor dem Studium! Die Herausforderung neue Möglichkeiten der Energiegewinnung zu entdecken und so zu verbessern, dass diese auch großtechnisch einsetzbar sind allein ist schon ein faszinierendes Thema.

Dein Lieblingsphysiker?   ….ich glaube die Frage kann ich mir schon sparen….

Johannes Füllgrabe: Ja, Tesla ist wirklich mein Favorit, wenn es auch viele anderen Physiker gibt, die mich beeindrucken. Das sind meist gar nicht so die „hot shots“ wie Einstein, Planck oder Heisenberg sondern eher die deutlich unbekannteren wie „HIER NOCH EIN PAAR NAMEN EINSETZEN…“
Tesla ist aber derjenige, der mich am Meisten beeindruckt. Er war seiner Zeit so sehr voraus… in seinem Fall war das ja nicht wirklich vorteilhaft…Wechselstrom, Induktionsmotor…Dinge die man zu dieser Zeit für völlig unmachbar hielt. Die meisten werden vielleicht das Bild von Tesla im Kopf haben, dass er Glühbirnen in den Boden steckt und diese leuchtenJ
Eine schöne Würdigung nach all den Jahren ist die Benennung der Automarke „Tesla“ nach dem serbisch-amerikanischen Forscher und Futuristen. Tesla (also das Auto) steht auch für einen völlig neuen Weg E-Autos zu konstruieren und die „alte Welt“ der Verbrennungsmotoren aufzumischen.

Wo siehst Du in den nächsten 10 Jahren die größten Veränderungen aufgrund physikalischer Erkenntnisse von heute?

Johannes Füllgrabe: Ja, die Physik hat in den letzten Jahrzehnten unsere Kommunikation drastisch verändert! Vom Fernsprecher zum Smartphone in weniger als 100 Jahren…Das gilt auch zum Beispiel für Energiespeicher wie Akkus. Das bestimmt unseren Alltag, ohne dass wir darüber viel nachdenken. In den nächsten Jahren wird sich mit Sicherheit der Transport, das der Individualtransport von Personen als auch der Transport von Gütern ändern. Autonome Autos oder Drohnen sind ja schon in aller Munde, alternative Transportmöglichkeiten wie Magnetschwebebahnen etc. sind nur erste Ideen. Ich denke die Veränderungen in diesem Bereich unseres Alltag werden deutlich sein!

Wie hoch schätzt Du den Zeitaufwand ein, der aufgebracht werden muss um allein die Fachinhalte für das Abiturfach Physik zu wiederholen?

Johannes Füllgrabe: Nun wir haben ja die bereits genannten 5 Themenschwerpunkte! Pro Themenbereich würde ich allein für die Wiederholung des Lernstoffs mindestens 10 – 12 Stunden ansetzen. Dann müssen ja noch die für das Abitur relevanten Aufgaben gelöst werden. Das wären 50 – 60 Stunden für die Wiederholung und sicherlich nochmals 30 für die Aufgaben….Bricht man das auf einen Arbeitstag von 4 – 6 Lernstunden herunter benötigt man zwischen 15 – 22 Lerntage allein für das Abiturfach Physik.

Du bietest im Rahmen der abiturlernen-Intensivkurse die Wiederholung des Physik-Abiturstoffs und das Abituraufgabentraining in nur drei Tagen an! Wie kann das funktionieren?

Nun, im Rahmen der Abitur-Intensivkurse unterrichten wir in Zusammenhängen und vermitteln unseren Teilnehmer, die den Lernstoff in der Schule schon einmal behandelt haben den „roten Faden“. Eine effiziente und gut strukturierte Wiederholung des Lernstoffs ist Mittelpunkt der drei von mir unterrichteten Physiktage. Alleine vor den Büchern sitzen oder gemeinsam mit einem Dozenten zu arbeiten sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze! Viel Zeit geht bereits dabei verloren die Unterlagen aus unterschiedlichsten Quellen zusammen zu stellen, Arbeitsblätter aus dem Unterricht zu sondieren und sich klar zu machen wie umfangreich der Lernplan für die unterschiedlichen Themenschwerpunkte jeweils sein muss.
Das ist im Rahmen des Intensivkurses strukturiert und genau auf das Abiturjahr 2016 abgestimmt. Ein Lernskript begleitet die drei Lerntage, in dem das abiturrelevante Fachwissen nochmal komplett zusammengefasst ist. Die Konzentration auf ein Fach über den langen Zeitraum von drei Tagen bringt eine ganz andere Lerndynamik in die Abiturvorbereitung als dies in kurzen Lerntreffen der Fall ist. Aus den ChemieAbi-Intensivkursen kenne ich dieses „Dynamik-Phänomen“ sehr gut. Bei maximal 4 Teilnehmern ist die Betreuung der Einzelperson absolut individuell! Ich kann so auf die Bedürfnisse des Einzelnen perfekt eingehen.
Nachdem der Lernstoff wiederholt ist üben wir an original Abituraufgaben. Hier sind Kompetenzen gefordert die gegebenen Informationen gekonnt zu kombinieren, Aufgaben durchrechnen zu können…physikalisches Verständnis und Anwendung sind gefragt!

Vielen Dank für das Interview Johannes! Ich kann mir sehr gut vorstellen dass Du unseren Teilnehmer im PhysikAbi-Intensivkurs weit mehr beibringen kannst als nur das Fachwissen und die Kompetenz Abituraufgaben gut und sicher zu lösen!

Selbst bei mir als „NICHT-Physik-affiner-Person“ machst Du Lust darauf mehr über dieses Abiturfach zu erfahren!

Unser PhysikAbi-Intensivkurs findet in den Osterferien vom 21. – 23. März statt.
 
Beste Grüße Martina Henn-Sax


 
 

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