Liebe Blogleser,
viele von Ihnen stecken jetzt sicherlich schon tief in der Abiturvorbereitung. Diese Prüfungsvorbereitung ist umfangreich, Sie müssen ihre Prüfung in 3 oder 4 schriftlichen Fächern ablegen. Da sind Abituraufgaben sicherlich hilfreich in dieser Vorbereitungsphase…

Nutzen Sie Abituraufgaben?

Dreh und Angelpunkt der schriftlichen Abiturprüfung sind natürlich die original Prüfungsaufgaben. Diese müssen Sie in den 180 bis 300 Minuten Prüfungszeit bearbeiten. Je nachdem ob das Fach als Grundkurs (GK, Niedersachsen grundlegendes Anforderungsniveau) oder Leistungskurs (LK, Niedersachsen: erhöhtes Anforderungsniveau) belegt wird. Aber um die Abituraufgabe an sich kommen Sie nicht herum!

Wie erfolgt Ihre Abiturvorbereitung?

Nun ist die Frage: „Wie gestalten Sie Ihre Abiturvorbereitung?“. Drei oder vier schriftlich geprüfte Fächer parallel vorzubereiten ist eine Herausforderung, dann noch die Abituraufgaben zu jedem Fach zu lösen macht die Lernsituation nicht übersichtlicher. Ganz im Gegenteil. Manchmal sind die Aufgabenvorschläge verwirrend, Teile des Lernstoffs sind Ihnen ggf. noch unbekannt und dann wirkt die Bearbeitung von Abituraufgaben eher abschreckend als motivierend.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert den Lernstoff zuerst zu wiederholen. Das heißt sich diese abiturrelevanten Lerninhalte in die eigene individuelle Lernform zu bringen, Zusammenfassungen zu schreiben, in den Lehrbüchern nachzulesen, ggf. Zusammenfassungen für die bereits geschriebenen Oberstufenklausuren wieder einzusetzen…
Wichtig ist, der Stoff muss verstanden sein.
Dann entscheidet meist das Fach bzw. das Bundesland ob es sinnvoll ist an Abituraufgaben zu arbeiten.

Wann macht es Sinn Abituraufgaben einzusetzen?

Übungsfach Mathematik

Mathematik ist sicherlich eines der Fächer in dem die Wiederholungsphase sehr kurz ausfallen kann. Mathematik lebt vom ÜBEN. Das heißt Aufgaben passend zum Abiturthema (z.B. Analysis) durchzurechnen bringt Ihnen die nötige Vorbereitung und Sicherheit für die MatheAbi-Prüfung. Das Arbeiten mit Übungsaufgaben oder original Abituraufgaben ist hier unumgänglich.

Die Naturwissenschaften Biologie, Physik, Chemie

Im Abiturfach Chemie steckt viel abiturrelevantes Fachwissen in zwei Jahren Oberstufe. Jedoch muss dieses Wissen auch angewandt werden. Trainieren Sie hier (nach der Wiederholung aller Lerninhalte) an Aufgaben. Gehen sie die Aufgaben der vergangenen Prüfungsjahre durch…was sind die Aufgabentypen, die immer wieder dran kommen?

  • pH-Wert-Berechnungen?
  • Redoxchemie?

Trainieren Sie diese bevorzugt. Gleiches gilt für Physik…ohne „Durchrechnen“ von Übungs- und Abituraufgaben geht es hier nicht.
In Biologie ist es ähnlich! Hier empfiehlt es sich anhand der bundeslandspezifischen Vorgaben genau einzugrenzen was in Ihrem Prüfungsjahr abiturrelevant ist. Dann ist das Erlernen bzw. Wiederholen dieser Themen angesagt. Dies kann recht viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Vorgaben für Biologie sind umfangreich! Trotzdem entscheidet über eine gute Abiturnote nicht allein Ihr Fachwissen, sondern auch die Kompetenz ob und wie Sie mit den im Abitur gegebenen Materialien umgehen können. Dies will geübt sein! Übungsmaterial finden Sie auch außerhalb der klassischen Abituraufgabe. Nehmen Sie ihr Schulbuch oder die im Unterricht ausgeteilten Arbeitsblätter und üben Sie das Beschreiben von Materialien. Auswerten von Diagrammen, Tabelleninhalten oder Graphen ist grundlegend für Ihre Prüfung.
Erst dann sollten Sie an den original Abituraufgaben üben. Je nach Bundesland gibt es Aufgabenvorschläge, die nach Wiederholung eines Themenbereichs bearbeitet werden können. Das ist aber nicht in allen Bundesländern der Fall (siehe „Der Bundeslandfaktor“).

Abiturvorbereitung: An Abituraufgaben üben...wann ist dies sinnvoll?

An Abituraufgaben üben…wann ist dies sinnvoll?

Die „Schreibfächer“

In Politik und Wirtschaft (PoWi) ist neben dem Fachwissen ganz klar Ihre Schreibkompetenz gefragt! Auch die kann am Besten durch „üben-üben-üben“ trainiert werden. Lesen Sie Tageszeitungen, hören Sie politische Magazine im Radio (Deutschlandfunk, NDR info,…) und eigenen Sie sich so ein gutes Repertoire an Fachbegriffen und passenden Formulierungen an.
Trotzdem: das Fachwissen müssen Sie parat haben…Also auch hier eindeutig: zuerst den Lernstoff aneignen oder wiederholen, dann an den Abituraufgaben trainieren. In der Regel sind die Aufgabenvorschläge in PoWi immer themenübergreifend, so dass die gute Bearbeitung dieser Vorschläge erst nach Wiederholung von mindestens zwei der abiturrelevanten Lernblöcke möglich wird.

Der Bundeslandfaktor!

Jedes Bundesland hat seine eigenen Vorgaben was im Abitur geprüft wird. Nicht nur das WAS, sondern auch das WIE ist unterschiedlich. So arbeiten einige Bundesländer mit sehr viel Material, wohingegen andere mehr auf Ihr reproduktives Wissen zurückgreifen.
Hier sind als Beispiel Hessen, NRW und Niedersachsen genannt.
Während es in NRW und Hessen im Abiturfach Biologie Aufgabenvorschläge gibt, die sich auf ein Halbjahr bzw. auf einen Themenbereich konzentrieren, sind die Aufgabenvorschläge in Niedersachsen immer komplett themenübergreifend. Kann ich also als Schüler in NRW und Hessen früh an Abituraufgaben üben, muss ich in Niedersachsen erst den kompletten Abiturstoff wiederholen um an den Abituraufgaben vernünftig arbeiten zu können.
Gleiches gilt für Chemie! In PoWi sind die Aufgabenvorschläge in den genannten Bundesländern in der Regel themenübergreifend.
In Mathe sind die Vorschläge in der Regel in allen Bundesländern in Analysis, lineare Algebra/Geometrie und Stochastik untergliedert. Es stehen also immer zu jedem Themenbereich Abituraufgaben zur Verfügung.

Was nun?

Wann Sie mit der Anwendung Ihres Wissens an Abituraufgaben starten ist individuelle von Ihrem Lernstil abhängig. Sie sollten auf jeden Fall sicher im Lernstoff sein….denn ohne Fachwissen parat zu haben kann die Arbeit an Abituraufgaben schnell demotivieren!!
Ihnen viel Erfolg und beste Grüße
Martina Henn-Sax
 

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