Ich selbst habe sehr lange gewartet, bis ich mit mich selbstständig gemacht habe (2005), bzw. dann mit dem Schuljahr 2009/10 mein jetziges Unternehmen abiturlernen.de gegründet habe. Es gibt allerdings durchaus Möglichkeiten „klein“ zu starten und als Existenzgründer gut wirtschaften zu können…

Kleinunternehmerregelung – eine gute Startmöglichkeit für Existenzgründer

Nach §19 Umsatzsteuergesetzes (UStG) sind Kleinunternehmer, alle selbstständigen Freiberufler oder Gewerbetreibenden, deren jährlicher Umsatz eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Aktuell besteht diese Grenze bei 17.500 Euro für das vorherige Geschäftsjahr und der Unternehmer muss davon ausgehen, dass der Gesamtumsatz im laufenden Jahr 50.000 Euro nicht übersteigen wird. Viele Existenzgründer erreichen in ihrem ersten Geschäftsjahr deutlich geringere Umsätze als 17.500 Euro und können als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit werden. Diesen Existenzgründern genehmigt das Finanzamt die freie Wahl, ob sie ihr Unternehmen als Kleinunternehmer oder umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer führen möchten.

Die Berechnung der Umsatzsteuergrenze, wenn das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr gegründet wird:

Nicht jeder Existenzgründer beginnt mit seiner Geschäftstätigkeit im Januar zu Beginn des Jahres. Wird das Unternehmen zum Beispiel im Mai gegründet und wird ein voraussichtlicher Umsatz bis zum Ende des ersten Jahres auf ungefähr 12.500 Euro geschätzt, dann ergibt sich ein Jahresumsatz von 18.750 Euro. Die 12.500 Euro wurden für die kommenden 8 Monate geschätzt. Wird dieser geschätzte Umsatz auf das ganze Jahr berechnet, ergibt sich der über der Umsatzgrenze für Kleinunternehmer liegende Betrag. Wenn Sie als Existenzgründer Ihr Unternehmen als Kleinunternehmer beginnen möchten, sollten Sie bei Ihrer ersten Schätzung auf diese Hochrechnung für das erste Geschäftsjahr achten, rät Gründerinnencheck.

Was Kleinunternehmer trotz der Umsatzsteuerbefreiung über die Umsatzsteuer wissen müssen

Als Kleinunternehmer wird ein Existenzgründer nicht umsatzsteuerpflichtig. Das bedeutet der Kleinunternehmer braucht keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und auch keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Allerdings muss er beachten, dass er im Gegenzug auch keine Umsatzsteuer geltend machen kann, beispielsweise für eingekaufte Waren, Büro- oder Geschäftsausstattungen und Ähnliches. Die Kleinunternehmer dürfen ihre Rechnungen nur nach bestimmten umsatzsteuerlichen Regelungen ausstellen. Die von ihnen ausgestellten Rechnungen an Kunden oder Ähnliches dürfen nur die Bruttobeträge enthalten.

Mögliche Nachteile für Kleinunternehmer

Oftmals benötigen Existenzgründer Kredite für einen erfolgreichen Aufbau ihrer Selbstständigkeit. Da Kleinunternehmer nur einen geringen Umsatz erwarten lassen, kann es für sie schwierig werden, diese Kredite zu bekommen. Eine Bank für Existenzgründer, die ihnen dann trotz hoher Risiken Kredite bewilligen wird, ist vielleicht schwer zu finden.

Sebstständigkeit nach dem Studium ist durchaus eine Option: Anbei ein Rückblick auf die Gründerinnenwoche 2015.

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