Liebe Blog-Besucher,

heute mal ein anderes Thema! Es geht heute nicht ums Abitur oder die Vorbereitung desselben…nein, nachdem nun auch die letzten „Bestehensprüflinge“ durch die Prüfung gebracht wurden, ist es Zeit den Blick auf das anstehende Berufsleben zu werfen!

Gründer*innengeist:1/3 aller Studierende wollen Beamte werden!

In der vergangenen Woche durfte ich als Impulsgeberin beim 5. Göttinger Start-up Café fungieren. Eingeladen hatten die Naumann-Stiftung und Ihr Göttinger Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle. Die kurze Einführung zum Thema begann mit folgenden Worten: „Etwa ein Drittel der Studierenden gibt heute in Umfragen an, später einmal als Beamtin oder Beamter arbeiten zu wollen.“

Gründer*innengeist: SCHOCK! Das hätte ich nicht erwartet!

Ist der Gründungswille bzw. der Gedanke „Selbstständigkeit“ für junge Menschen nicht relevant?

Die Veranstaltung hat mir zum Glück ein anderes Bild gezeigt. Die gut 60 Besucherinnen und Besucher waren hoch motiviert. Nach 5 minütigen Kurzporträts der Unternehmer*innen und Unternehmer, ging es im Rotationsprinzip in kleine Fragerunden…

Von Flexibilität und Freiheit, Familie und durchgearbeiteten Nächten bis hin zu Kredit, Steuerberater und Auslandserfahrung wurde alles gefragt. Themen wie „Sicherheits-Bedürfnis“ und „Was muss ich beachten“ kamen in jeder Runde neu…

Gründer*innengeist: Der Austausch war sehr intensiv…

Nach den Diskussionen lässt sich zusammenfassen:

  • Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte mit einer Idee/auf einem Gebiet gemacht werden, der/die zur Persönlichkeit passt. Arbeit ist Spaß und Lebensinhalt….denn gerade in der Anfangszeit sind die Arbeitstage lang, die Aufträge mäßig….da kann die Motivation nur von innen, durch die Überzeugung aus der Idee heraus kommen
  • Das Angestelltenverhältnis ist kein Garant für Sicherheit.
  • Was ist mir wichtig? Was kann ich gut? Was mache ich gern? Und was kann der Markt davon brauchen….?
  • Das starke Sicherheitsdenken (jetzt Arbeit, später Rente) ist offensichtlich ein „deutsches“ Problem:-)

Für mich bleibt nach diesen intensiven Stunden das gute Gefühl zurück dass der Eine oder die Andere über ihre Potentiale und Ihren Weg nach dem Studium oder nach der Promotion nochmal anders nachdenkt:-)

Vielen Dank an die Organisatoren Jacoba Kanne und Konstantin Kuhle.

Gründe dein Unternehmen! #StarkeFrauenStarkeWirtschaft

Nur vier Tage später war ich zur Veranstaltung „Gründe dein Unternehmen! #StarkeFrauenStarkeWirtschaft“ am Bundeswirtschaftsministerium in Berlin eingeladen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier.

Gründer*innengeist

Minister Altmeier als Gastgeber der Veranstaltung „Gründe Dein Unternehmen!“ #starkefrauenstarkewirtschaft am BmWi in Berlin

Schaut man sich das Alter der GründerInnen an, so gründet Frau im Durchschnitt mit 35 Jahren….und macht genau 1/3 aller Gründungen an sich aus. Das ist sehr wenig. Diversität, andere Denkweisen, andere Geschäftsmodelle und -Ideen gehen verloren, wenn Gründer*innen sich nicht trauen. In einer spannenden Podiumsdiskussion mit dem Minister und zwei Vorbildunternehmerinnen (Dr. Sophie Chung; Miriam Wohlfarth) wurden die üblichen Themen diskutiert…und auch hier kamen so ziemlich die gleichen Argumente wie von den Gründer*innen und Unternehmer*innen beim Göttinger Start-up Café:

  • „Mach einfach“
  • „Finde heraus wofür Du brennst!“
  • „Sicherheit ist relativ!“

Zwei Dinge, die mir im Gedächtnis geblieben sind:

  • Dr. Chung hat den Hashtag #nobullshit gewählt um sich zu beschreiben. Das ist ein gute Begriff, klar zu machen, dass Unternehmer*innen ihre Grenzen hat und in ihren Aussagen klar ist. Kein drum-rum-reden, sondern eine klare Kommunikation der eigenen Ziele!
  • Miriam Wohlfarth hatte eindrücklich geschildert, wie der erste große Kunde gefunden werden musste…als Team-Arbeit mit viel Energie!

Nach der Podiumsdiskussion ging es in ein Speed-Dating. Eher in ein Speed-Questioning. Die Vorbild-Unternehmerinnen  Sue Appleton, Petra Bösner-Handelmann, Dr.Annette Bruce, Manuela Engel-Dahan, Annette Farrenkopf, Dr. Kerstin Gernig, Antje Hein, Dr. Martina Henn-Sax, Jeannette Lindner, Melanie Lobstädt, Fenna B. Neubauer, Sabrina Pohlmann, Claudia Rinke, Nicole Schelter, Claudia Schimkowski, Ute Steglich, Sabine Stengel, Martina Teichelmann, Aenne Toups-Lamprecht, Brigitte Volz und Anne Werner standen gründungsinteressierten Frauen Rede und Antwort. Fragen zu Hürden, Mindset, Marketing und Fördergelder bestimmten die Diskussionen.

Ich durfte zwei Gründungsideen aus dem Bereich „Bildung“ betreuen und der Austausch bringt dabei immer beiden Seiten neue Ideen!

Auch hier eine sehr intensive Zeit mit den Gründer*innen und Fragen, die auf die gleichen Themen abzielen:

  • Welche Hürden mussten überwunden werden?
  • Was würdest Du anders machen?
  • Wie komme ich an meine Kunden?

Zusammenfasst scheint die Formel zu gründen auf den ersten Blick sehr einfach:

„Mach einfach!“ gefolgt von einem „Bleib dran!“ und zu guter Letzt: „Aus Fehlern lernen und weiter!“

Dies bringt mit zu einer Veranstaltung (wieder in Göttingen), die im Herbst dieses Jahres stattfinden wird.

AUSBLICK: Gründer*innengeist beim Göttinger Gründerinnentag am 21.11.2019 im Startraum Göttingen

Auch 2019 wird es einen Gründerinnentag in Göttingen geben. Das übliche Vortragsprogramm wird um ein Mentoringprogramm erweitert werden. Dazu später mehr! Miriam Engel und ich freuen uns über die Schirmherrschaft durch Frau Dr. Andretta und sind gespannt auf den Impulsvortrag von Frau Witter-Wirsam (Holzland-Hasselbach)

Mit besten Grüßen

Martina Henn-Sax

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