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Ein neues Jahr hat begonnen. Wir sind im 21. Jahrhundert und Digitalisierung ist nun auch in der Schule angekommen. Die Kreidezeit soll vorbei sein! Das ist in den Köpfen der Lehrer und Schüler angekommen. Kreide und Tafel oder  Stift und Whiteboard können doch heute im Jahr 2020 nicht mehr zur Wissensvermittlung dienen! Oder?

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Kreidezeit – Inspiration durch das „Süddeutsche Zeitung Magazin“

Wenn ich die Freitagsausgabe der Süddeutsche Zeitung aus meinem Postfach hole, dann geht der erste Blick immer in das Magazin. Die heutige Ausgabe (03.01.2020) hat zum Titel: „Kreidezeit – Die Schreibtafeln der klügsten Mathematiker*innen verströmen zauberhafte Schönheit“.

Süddeutsche Magazin
Magazin der Süddeutschen Zeitung – Ausgabe vom 3.1.2020

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Schaut man sich an, wo die Fotografin Jessica Wynne ihre Tafelbilder fotografiert hat, dann liest sich dies wie das „Who is Who“ der Lehre:

Man sollte glauben, dass just diese Universitäten genug finanziell Mittel für die Digitalisierung der Lehre haben als dies im Schuletat eines durchschnittlichen deutschen Gymnasiums der Fall ist. Und trotzdem: die Kreidezeit scheint hier noch in voller Blüte!
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Kreidezeit – warum gerade die einfache Tafel so hilfreich ist

Die Autorin und Fotografin Jessica Wynne stellt die Frage, warum gerade in der Spitzenforschung noch Kreide und Tafel genutzt werden…Es finden sich Aussagen wie: „Man denkt anders, tiefer.“

Genau dies kann ich nur bestätigen. Wer sich schon einmal Gedanken über den Lern- und Denkprozess gemacht hat, der muss oftmals mühevoll erkennen, dass es Dinge gibt, die wir „schnell“ lernen und andere Sachverhalte gibt, die uns unendlich lange beschäftigen, bis wir sie tatsächlich und  in vollem Umfang verstehen können. Das Buch „Schnelles Denken – langsames Denken“ von Daniel Kahnemann beschäftigt sich damit.

Digitalisierung trägt nicht automatisch dazu bei, dass Lerninhalte  besser verstanden werden.  Das Argument, „näher“ an den „Digital Natives“, die  heute die Schulbank drücken zu sein, kann nicht das alleinige Lernargument sein.
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„Calk Talk“ oder wie die Kreidezeit für ein

beeindruckendes Erlebnis gesorgt hat!

Während meiner Doktorarbeit konnte ich eine Konferenz im kalifornischen Asilomar besuchen. Gut 300 Forscher aus dem Bereich der  Proteinbiochemie waren anwesend. Ein Forschungsbereich der gerne der Präsentation von hochkomplexen Proteinstrukturen frönt und unzähligen Bildern in Power-Point-Präsentationen steckt, die Detail um Detail zeigen. Das ist auf der einen Seite sehr beeindruckend…auf der anderen Seite: Was bleibt wirklich von all den Bildern im Kopf?

Diese Frage hatte sich offensichtlich auch das Konferenz Komitee gestellt. Am ersten Abend, dem „Opener“ wurde für alle Vortragenden folgende Regel aufgestellt….

„Jeder der hier einen Vortrag über seine Forschungsarbeit hält, hat 10 Minuten, die Tafel und ein Stück Kreide!“

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„Calk Talk“:  Mein Schock war groß!

Nun, ich war eine der Vortragenden….und ich gestehe, ich hatte eine schlaflose Nacht. Meine gut geplante Power-Point-Präsentation war nutzlos. Wie oft hatte ich den Vortrag geübt und mit meinem Doktorvater optimiert.

Jetzt stand ich vor dem Scherbenhaufen: kein Power-Point, nur Tafel und Kreide.

Die erste Stunde habe ich wohl das Komitee aus „alten Herren“ verflucht. Aber das hilft nicht. Ich musste mir etwas überlegen. Also Stift und Papier zur Hand und alles noch einmal neu durchdenken!

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Kreidezeit – wenig Platz zwingt zum Um- und Neudenken…

Ich habe die Konferenz gut überstanden und die Nachtstunden haben mir eine gute Lösung gebracht, wie ich meine damaligen Erkenntnisse dem geneigten Auditorium präsentieren konnte.

Was ich dabei gelernt habe?

Aus der ersten Panik heraus („Kann ich nicht!“) kam das Um- und Neudenken. Sachverhalte neu zu strukturieren, da als  Medium nicht mehr als eine Tafel und ein Stück Kreide zur Verfügung steht.  Ein Reduktion auf das Wesentliche. Das was wirklich wichtig ist in 10 Minuten und mithilfe der Tafel den Zuhörern klar zu machen.

Dieses Erlebnis hat viel mit der Lehre bei abiturlernen.de zu tun. Auch bei den Abiturinhalten muss nicht jedes Detail präsentiert werden. Es geht um Zusammenhänge und Strukturen. Wer neu denkt, kann Material, das  zuerst unverständlich ist, in ein Tafelbild verwandeln…

Gleiches gilt übrigens auch  für die Erstellung von Mindmaps, die vielen Lernenden extrem schwer fällt. Auch hier muss das Wissen in neue Strukturen, neue Denkbahnen gebracht werden.

Eine Anregung für ihr Abiturvorbereitung!

Lernen bedeutet auch sich Inhalte „zu Eigen“ zu machen. Kein Pad, kein Smartboard, kein Buch und kein Dozent kann das automatisiert für den Lernenden tun. Es kann immer nur Unterstützung sein. Um wirklich zu verstehen, muss der Lerninhalt „hin- und hergedreht“ und in „eigene Strukturen“ gebracht werden…

Je besser die Inhalte schon strukturiert sind, umso besser  die Lerninhalte durch ein Lernskript oder einen Dozenten aufgearbeitet sind, desto einfacher und ggf. auch schneller kann der Lernprozess verlaufen…aber am Ende ist es das eigene „Begreifen“ das den Unterschied macht.

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