Heute, nach 30 Jahren deutscher Einheit, blicken die Menschen mit gemischten Gefühlen zurück. Diejenigen, die die Zeit der Wende miterlebt haben, wurden gefragt: Welche Bilanz ziehen Sie, wenn Sie auf die Einheit und Ihr jetziges Leben zurückschauen?

Hier gibt es noch immer unterschiedliche Einschätzungen in Ost- und Westdeutschland, so geben z.B. 62 % der Ostdeutschen an, dass sie auch nach 30 Jahren Einheit die niedrigeren Löhne in Ostdeutschland als größte Ungerechtigkeit zu empfinden, während es bei den Westdeutschen lediglich 32 % sind.

Nach 30 Jahren deutscher Einheit können 90 % der Westdeutschen von sich sagen, mit der Lebensqualität in Deutschland (sehr) zufrieden zu sein, während die Ostdeutschen hier zu 83 % zustimmen.

(Quelle: Forsa-Umfrage für das Bundespresseamt zum Mauerfalljubiläum 2019)

Und die Bildung?

Die Schulstrukturen aus DDR-Zeiten wurden an das westdeutsche System angepasst.Während in Westdeutschland die Kinder nach der vierten Klasse in verschiedene Schultypen einsortiert werden, die nach Fähigkeiten differenzieren und eine entscheidende Weiche für das weitere Leben darstellen (dies hat sich auch nach 30 Jahren Einheit nicht geändert), war in der DDR die Polytechnische Oberschule (POS) die einzige Schulform. Die Kinder besuchten sie von der ersten bis zur zehnten Klasse. Der Normalfall war ein Abschluss nach der zehnten Klasse; dieser wird heute als Äquivalent zum Realschulabschluss gehandelt, obwohl die Anforderungen z.T. höher waren als in der Realschule.

Die Hochschulreife erhielten die Kinder durch den Besuch der erweiterten Oberschule, die nach dem Abschluss der POS weitere zwei Jahre dauerte.

(Quelle: ifo Dresden berichtet)

Die Herausforderungen heute

30 Jahre deutsche Einheit: Heute sind die unterschiedlichen Schulsysteme und die damit verbundenen Schwierigkeiten glücklicherweise nicht mehr relevant – dafür hat ein anderes Thema in den letzten Monaten den Schulalltag von Lehrern, Schülern und Eltern bestimmt: die Corona-Pandemie.

Dr. Angela Merkel schreibt in einer Mitteilung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung: “ Ausgerechnet in diesem Jubiläumsjahr – 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, die den Gewinn lange entbehrter Freiheiten im Osten unseres Landes bedeutete – mussten wir unsere Freiheitsrechte massiv einschränken. Das Virus ist für uns alle, auch für mich, eine demokratische Zumutung.“

Eine steigende Anzahl von Schülern und Eltern berichtet, dass sich durch die in der Schule gebotenen Hygienemaßnahmen zunehmend Probleme ergeben hätten; so könnten sich die Schüler nur noch unzureichend auf den Unterricht konzentrieren. Auch das häufige Lüften der Klassenräume stelle bei den derzeit sinkenden Temperaturen ein Problem dar, oftmals müssten die Schüler in ihren Jacken im Klassenraum sitzen, um sich nicht zu erkälten. Das Tragen von Masken im Unterricht gehe auf Kosten der für die Kommunikation unabdingbaren Mimik, ferner fiele das Atmen im Laufe des Schultages zunehmend schwerer.

Die momentan stark ansteigenden Infektionszahlen lassen befürchten, dass uns diese widrigen Umstände noch längere Zeit begleiten und das Lernen erschweren werden.

Zur Unterstützung der angehenden Abiturienten bieten wir Mindmaps und Lernscripte an: http://www.abiturlernen.de

Gerade in der momentanen Situation geben sie den Abiturientinnen und Abiturienten die nötige Unterstützung beim Lernen in der Vorbereitungsphase – auch für den Fall, dass sich die Corona-Einschränkungen im schulischen Bereich weiter verschärfen sollten.

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